Gestern war ich wieder in der Einrichtung, die mich als Pflegedienstleitung haben möchte.

Ich habe die Dame kennengelernt, mit der ich mir die Leitung teilen würde und sie als sehr angenehm und kompetent empfunden; es bestehen aber schwere strukturelle Probleme an dem Haus, die ich auch nicht so rasch beheben könnte (unter anderem gehen Pflegekräfte nicht ans Telefon, die man zum Einspringen aber dringend bräuchte).

Ich denke, es wäre ein Himmelfahrtskommando, in dem ich ausser dem hohen Gehalt, das ich im Haus geheimhalten müsste, nicht so viel gewinnen könnte. Ausserdem käme ich kaum noch vor 19:30 nach Hause und träfe meine Kinder nur noch im Schlafanzug an. 100 km sind einfach zu weit ohne PKW.

Und Altenpflege ist nun mal nicht meine Domäne, ich bin einfach ein OP-Pfleger und will das auch gerne bleiben.
Und letzten Endes will ich auch von Mona nicht weg, die mich derzeit wieder mal „betrügt“; ich hoffe, sie schreibt bald wieder, dass sie wieder zuhause ist. Sie fehlt mir und es fühlt sich seltsam an.

Nachtdienstfrei

16/12/2009

Zwei Tage Nachtdienstfrei: mit Heike weggehen, nach Weihnachtsgeschenken sehen, Friseur- und Zahnarzttermine ausmachen und schauen, wer die Hände dramatischer überm Kopf zusammenschlagen wird…kaum noch Zeit für Mona, aber seltsamerweise auch keine Proteste von ihrer Seite, was mich sehr stutzig macht.

Ich werde einige Telefonate mit Firmenvertretern von zuhause aus führen und morgen geht es nochmal in mein eventuell neues Haus: 3050 netto lassen mich doch nochmal nachdenken, aber es wundert mich, dass eine Pflegedienstleitung nicht alleine mit einem eher kleinem Haus fertigwerden kann und sie mich unbedingt dazuholen wollen.

Es gefällt mir nicht, dass ich mit dem KNN einen Auflösungsvertrag machen müsste, nachdem das Haus 20 Jahre lang wirklich ein fairer Arbeitgeber gewesen war; irgendwie stinkt die Sache einfach.
Vielleicht kann ich jetzt wirklich mal zeigen, wie wenig käuflich ich sein kann, haha.

Gestern war ich mit Djinni (in einem atemberaubendem Weltklasse-Outfit), Katze und Andreas auf der Bunkerparty in Bamberg, eine sehr familiäre, schöne Play-Party in verwinkelten, dickwandigen Spielräumen; da ich erst vor zwei Tagen durchgeprügelt worden bin, konnte ich diesmal nicht soviel ab, musste dafür im Anzug (unten ganz nackt, aber mit Socken und Schuhen *g), zwei Apfelschorlen an der Bar holen; der Ballknebel hat es nicht gerade einfacher gemacht.

Der etwaige neue Arbeitgeber zickt rum bei meiner Gehaltsforderung von 3.000 netto; das Haus, in dem ich PDL werden soll, ist sehr neu, topmodern eingerichtet, hat aber eine etwas zu alte Heimleitung und Mh ist einfach ein kleines katholisches Dreckskaff in der Oberpfalz; ich werde mir das eher nicht antun, zumal sie mich meine Kündigungsfrist nicht einhalten lassen wollen.

Ansonsten habe ich verdammt viel Spaß mit meiner schönen Djinni. Und sie mit mir. S/M in Zeiten des untergehenden Spätkapitalismus.

Heike beansprucht mich derzeit sehr viel, fügt mir sich steigernde körperliche Schmerzen zu, wobei sie sehr erfinderisch ist und sich köstlich über meine Qualen amüsiert; ich versuche, es wegzudrücken und ihr den Schmerz nicht zu sehr zu zeigen, aber sie geht da oft drüber hinweg. Auch legt sie sich ein abgefahrenes Sammelsurium an Peitschen und Schlaginstrumenten zu und meint nur, ich hätte mir da etwas sehr schlimmes ausgesucht. Aber wir wissen ja, dass ich kaum einer Herausforderung aus dem Weg gehe.

Samstag Mittag kann ich die Einrichtung besichtigen, in der ich evt. bald arbeiten könnte (aber ich glaube eigentlich nicht so recht daran).
Abends sind wir auf einer S/M-Party in Bamberg und dort geht es dann schon wieder in die Vollen. Ich bin es eigentlich nicht gewohnt, so oft gefordert zu werden.

Langeweile in der Arbeit, Spangendienst und viele organisatorische Versäumnisse, für die ich zum Glück nichts kann.

Also bin ich nach zwei komplett durchoperierten Nächten nach Langen (Hessen) zur Phönix AG gefahren, die mich als Pflegedienstleitung ausgerechnet in einem Altersheim abwerben will. Sie stellen mir in Aussicht, bis in den Stab ihrer Aktiengesellschaft aufsteigen zu können und bescheinigen mir ein aussergewöhnliches Potenzial nach gerade mal zwei Stunden Gelaber.

Verlockend ist das alles schon, nur: ich kann ganz alte Leute auf den Tod nicht ausstehen und will nicht noch mehr von Dementen und Debilen umgeben sein als jetzt schon.

Mona hat auch einen Nebenmann und so scheint mich bald jede nur noch als Cucky zu begreifen; am liebsten würde ich mich zum Hinterausgang hinausstehlen und mit meiner Originalgattin wieder glücklich sein. Die Hübscheste von den dreien ist sie allemal. Und die verträglichste obendrein.

Ich bin zurück aus Tuttlingen, Bericht frühestens morgen, bin platt.

Spruch des Tages

08/10/2009

Heute von A.M., mitten im Burch:

„Der Uterus, der keine Früchte trägt, schiesst ins Kraut.“

Wir haben ganz schön gebraucht, um wieder runterzukommen.

Die neue Chefstelle für den gesamten OP habe ich übrigens nicht bekommen, die ist via Ausschreibung dann halt doch einfach vererbt worden.

Nouvelle vague

06/10/2009

Der vermisste Generator ist aufgetaucht, der chaotische Vertreter, Herr H., nervt mich trotzdem.
Ich hab 27.000 Euro für das Gerät verbraten und musste dem dennoch endlos hinterhertelefonieren.
Zumindest habe ich den ganzen Krempel heute selbst in die Medizintechnik geschafft und lasse alles inventarisieren.

Heute habe ich mich mal nicht von Heike abholen lassen.
Sie hat mir gefehlt und wenn es nach mir ginge (und das tut es) hat sie Mona einfach einiges voraus, ist unkomplizierter, liebevoller, devoter und hübscher.

Mein Leben eiert so vor sich hin; Heike ist eine kurzweilige Bereicherung…nichts für die Ewigkeit.